Presseberichte



Außergewöhnliche Stimme

Immer wieder traten Solisten aus den Reihen der Opus Arte Opera hervor, um das Programm des Konzertes zu bereichern. Da führte im gefühlvollen Duett „Mariae Wiegenlied“ mit zarter Innigkeit an die Krippe, entfaltete sich mit nachdenklichem Ernst im Sopran-Solo die „Grown up christmas list“. Und auch auf die außergewöhnliche Stimme von Countertenor Reiner Beinghaus brauchten die Musikfreunde nicht zu verzichten: Berührend schwebte sein „Ave Maria“ nach Bach-Gounod in reiner, schlichter Andacht durch die Kirche.

Zwischen empfindsamer Zartheit und warmer, ausdrucksstarker Klangkraft bis in die höchsten Stimmlagen verzauberte er mit „O holy night“.




Hingebungsvoll intonierten die Sänger da »Vedi le fosche«. Mit viel Zurückhaltung ließen sie bei »Va pensiero« den Träumen ihren Lauf. Fröhlich erklang das beliebte »Libiamo«. Und die »Habanera« aus Georges Bizets Carmen war nur eine der vielen Gelegenheiten, bei der Chorleiter Reiner Beinghaus auch selbst mit seinem unverwechselbaren Counter-Tenor glänzte.



Überraschen lassen dürfen sich die Besucher auch, was die Kostüme angeht. Seit jeher sind die ausladenden Kleider fester Bestandteil der Auftritte von Opus Arte und machen aus den Abenden nicht nur einen Ohren-, sondern auch einen Augenschmaus. In diesem Jahr wird sich das Ensemble zum Teil in einem neuen Look präsentieren – und wer es nicht glauben mag: Reiner Beinghaus näht alle Kleider selbst. „Ja, es stimmt", sagt er. Und das mache ihm viel Spaß.



Der Opernsänger und Countertenor singt in den höchsten Tönen und dass mit einer unglaublichen Intensität und Zartheit. Wenn Beinghaus »O holy Night« oder das »Ave Maria« präsentiert, schmelzen nicht nur die Damen dahin.



Die außergewöhnlichen Stimmen der Solisten, die immer wieder aus den Reihen des Chors hervortreten, bereichern das Konzert vor allem im letzten Teil. Manuela Kreienbaum und Manuela Brenker-Scholz etwa singen mit Hingabe und hinreißenden Stimmen das »Mariä Wiegenlied«, eine wunderschöne, romantische Weise von Max Reger.